Der Pinguin in der Wüste

Ich habe mir gerade auf Frank Obels “feel-better-blog” ein super Video von Dr. Eckart von Hirschhausen angeschaut. Darin findet sich eine geniale Metapher! Es geht um (Vor-)Urteile, Veränderung, unsere Stärken und darum, was unsere sogenannten Schwächen vielleicht mit unserer Umgebung  zu tun haben könnten.

Schauen Sie sich hier erst mal das Video an:

Es war insbesondere diese Stelle, die mich so begeistert hat:

“…und wenn ich Pinguin bin und in der Wüste mich aufhalte, dann liegt’s nicht an mir wenn’s nicht flutscht. Ich muss nur kleine Schritte machen zu meinem Wasser und dann muss ich springen und dann weiss ich, wie sich das anfühlt, in meinem Element zu sein.”

Das ist doch sowas von genial, oder? Ich kann es noch gar nicht fassen :-)

Ich hatte über das Thema schon öfters nachgedacht und stelle immer wieder fest, wie wichtig es ist, in meine Betrachtungen immer auch den Kontext bzw. das System mit einzubeziehen. (Für die “Gebrauch des Selbst“-Leser: “to analyse the CONDITIONS of use present”)

Sonst finde ich massenhaft “Fehler” bei mir, die ich dann schlauerweise auch noch zu beheben versuche ;-)

In Zukunft werde ich an solchen Stellen wahrscheinlich laut lachen und denken: “PINGUIN” :-)

7 Kommentare zu „Der Pinguin in der Wüste“

  • Mir ist gerade noch ein Witz dazu eingefallen:

    Sagt ein Pinguin zu einer Giraffe: “Wow, du hast’s gut. Ich stelle mir das super vor an einem sooooo heissen Tag wie heute. Das ist bestimmt erfrischend, wenn das kalte Wasser den langen Hals runter geht, oder?” Da antwortet die Giraffe: “Ja das stimmt, das ist sehr erfrischend… aber …hast du schon mal gekotzt?” :-)

  • Wunderbar und kreativ.
    Schön und witzig ausgedrückt. In meiner Ausdrucksweise bedeutet dies, sich der eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst zu werden und immer wieder etwas zu recken, etwas größer und weiter zu denken und zu fühlen, als wie gewohnt sind. – Wenn ich dafür Gewohnheiten einüben kann, wird es mir vermutlich gut ergehen. -
    Danke für den Video-Tipp. Tatsächlich genial.
    Herzliche Grüße und viel Glück für das Bloggen!

  • Ja, auch das ist ein wichtiges Thema, die eigenen Grenzen anschauen und immer wieder überschreiten. Sich nicht zu bequem in seiner Komfortzone einzurichten, sondern sich selbst immer wieder herauszuforden. Drum heisst das ja Heraus-forderung, weil es uns aus unseren gewohnten Bahnen “heraus” holt…

  • Neben Deinem Zitat war einer meiner Lieblingssätze aus Hirschhausens Programm der:
    “Und wenn Sie gerne so sein möchten wie die anderen, denken Sie daran: Andere gibt’s schon genug.”

    Zum Thema “in seinem Element sein” gibt es ein im Februar erschienenes Buch von Ken Robinson:
    The Element – How Finding Your Passion Changes Everything

    Sir Robinson definiert “The Element” so:
    “I use the term “The Element” to describe the place where the things we love to do and the things we are good at come together.”

    Es gibt ihn in einem Vortrag von 2006 auch live zu sehen unter:
    http://www.ted.com/index.php/talks/ken_robinson_says_schools_kill_creativity.html

    Neben dem durchaus ernsten Thema mag ich vor allem auch seinen Sinn für Humor ganz besonders.

    Herzliche Grüße aus Düsseldorf

    Peter Ruhrberg

  • Hallo Peter,

    danke für deinen Kommentar. So ein blog ist schon eine tolle Sachen. Vor allem deshalb, weil man durch die Kommentare neue Ideen und Tipps kriegt. Wie z.B. das Video von Sir Ken Robinson. Ich hab’s mir gerade angeschaut und mich teilweise halb totgelacht :-) Wirklich sehr zu empfehlen.

    Besonders eindrucksvoll fand ich das Beispiel von Gillian Lynne, die scheinbar an einen Mangel an Konzentration (heute wohl AHDS) “litt” und schliesslich als Tänzerin Karriere machte und die Musicals “Cats” und das “Phantom der Oper” choreographierte!!! Heutzutage wäre sie wohl mit entsprechenden AHDS-Medikamenten gezwungen worden in der Wüste (Schule) still zu sitzen und brav zu lauschen. Pinguin in der Wüste…

    Zum Thema (Schul-)bildung gibt es hier noch einen recht aufschlussreichen Artikel von John Taylor Gatto: http://birkenbihl.de/HTM/TEXTE/alleTexte/gatto.htm

    Das Buch von Ken Robinson hab ich mal auf meine Amazon-Wunschliste gelegt…

  • Hallo Daniel,

    Danke für den Link! Vieles von Gatto’s Erfahrungen kommt mir sehr vertraut vor: aus eigener Erfahrung, aus Berichten meiner Studenten, egal welche Bildungsform sie durchlaufen haben, aus F.M. Alexander’s schallenden Ohrfeigen, die er vielen heute noch üblichen Ideen über Lernen, Erziehung, Unterricht und Training versetzt …

    Es erinnert mich aber auch an einen Autor, Robert Kiyosaki, der 1991 ziemlich drastisch einige Kardinalfehler üblicher Erziehungsparadigmen anprangerte und Anregungen zu ihrer Überwindung gab.

    In seinem Buch mit dem Titel “If You Want to be Rich and Happy, Don’t Go to School” gibt es jede Menge Passagen, die zum Nachdenken anregen. Viel Spaß beim Lesen einiger Kostproben!

    Einen schönen Sonntag wünscht dir
    Peter.

    ***************************

    My biggest complaint about the education system is that students are not taught how to learn from mistakes. They are conditioned to believe mistakes are bad.

    Kids care more about grades than what they could learn. Our education system teaches that being right is more important than learning what you don’t know. It rewards right answers and penalizes mistakes. But, what’s really important are the WRONG answers – so students can learn from their mistakes and correct. Mistakes are much more important than right answers. Education lacks the crucial process of questioning what you don’t know. Only when you find out something you don’t know will you gain knowledge. To punish people for making mistakes actually prevents them from gaining knowledge.

    Our education system needs to emphasize the rewards in making mistakes. Mistakes show initiative is being taken and an attempt is being made to learn something instead of merely trying to memorize an answer or doing nothing due to the fear of being wrong.

    Too many people are leading lives of untapped potential and unfulfilled dreams because ultimately ‘don’t make mistakes’ is ALL they learned from school. Ask yourself this: “What dreams am I not living because I’m afraid of failing?” A life without dreams fulfilled is a life not worth living.

    Before any system can change, first the assumptions holding it in place must change.

    The first thing that must change is our points of view and assumptions that we impose on other people. This occurs in our homes and communities and is not limited to our schools.

    Some additional assumptions I have found in our educational system, however, are:
    1. Children don’t want to learn so you have to use force or threat.
    2. Learning must be boring and slow.
    3. You can’t have fun and learn.
    4. You can’t teach kids unless you control them and force them to sit still.
    5. Testing is important.
    6. Not everyone is smart.
    7. Not everyone can pass.
    8. Teachers are smarter than students.

  • [...] wieder mal habe ich bei Frank Obels ein interessantes Video [...]

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