Wollen Sie mehr gute Gefühle?
Die Therapeuten Hans-Peter Zimmermann und Peter Kleylein unterhalten sich in diesem Video über das Thema “gute Gefühle”. Besonders spannend fand ich Kleyleins Pendel-Metapher:
Ein Pendel schlägt ja bekanntlich in zwei Richtungen aus. Nehmen wir an auf der einen Seite sind positive Gefühle und auf der anderen negative Gefühle. Wenn ich jetzt immer die negativen ausblende, dann wird auch der Auschlag auf der positiven Seite nur mickrig sein. Blöd, gell? Hier ist erst mal das Video:
Was aber passiert wohl, wenn ich überhaupt keine Einteilung in positive und negative Gefühle mehr vornehmen würde? Dann gäbe es auch kein Pendel mehr. Aber was hätte ich dann? Etwa Stillstand? Oder würde es dann einfach “fliessen”? Oder wie oder was?
Bewusst habe ich diese Einteilung in positive und negative Gefühle schon vor ein paar Jahren bleiben gelassen. Denn das Etikett “negativ” hat schon so einen Beigeschmack von “Nöööööö”, also von Pendel ausbremsen. Nein: alle Gefühle sind wichtig!
Was sich dadurch verändert hat? Eigentlich genau das, was die Pendel-Metapher besagt, nämlich dass mein Gefühlsleben reichhaltiger geworden ist – in alle Richtungen. Also doch wieder ein Pendel?
Vielleicht. Aber nicht mehr nur in zwei Richtungen – positiv und negativ – sondern… nö, also die Metapher will für mich nicht so richtig passen. Werde mir eine neue überlegen.